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Informationen rund um die Dermatoskopie

Die Entwicklung und weite Verbreitung des Dermatoskops haben die Untersuchung zur Vorbeugung und Früherkennung von Hautkrebs stark beeinflusst. Tatsächlich trug hierzu eine persönliche Geschichte unseres Firmengründers Helmut A. Heine bei: 1989 begleitete er seine Frau zur Untersuchung einer auffälligen Hautveränderung. Dabei fiel ihm auf, dass die damaligen Untersuchungsmethoden deutliche Defizite bei der Helligkeit, Schärfe und Handhabung aufwiesen. Daraufhin wurde mithilfe von Dr. Prof. Otto Braun-Falco das erste Hand-Dermatoskop DELTA10 entwickelt. Inzwischen ist das Dermatoskop in der Diagnostik der Dermatologen sowie der Allgemeinmediziner ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil. Die Themenwelt Dermatoskopie bietet Ihnen hierzu interessante Beiträge, exklusive Downloads sowie Informationen zu aktuellen Produkten rund um den Fachbereich Dermatologie.

Methoden der Auflicht-Dermatoskopie

In der Dermatoskopie werden verschiedene Methoden zur Diagnostik eingesetzt. Eine gängige Verfahrensweise ist die sogenannte Kontaktdermatoskopie. Die Kontaktscheibe - eine Glas- oder Kunststoffplatte – wird direkt auf die zu untersuchende Hautläsion aufgelegt. Eine zusätzlich aufgetragene Kontaktflüssigkeit bewirkt die Verminderung von Reflexion und verbessert die Möglichkeit der Befundung.

Die kontaktlose Dermatoskopie dagegen bietet vor allem dort Vorteile, wo das Auflegen einer Kontaktscheibe erschwert ist. Durch den Einsatz von Polarisationsfiltern sind detaillierte Strukturen leichter zu differenzieren.

Mittlerweile gibt es auch kombinierte Dermatoskope. Diese können als klassisches Kontaktdermatoskop, aber auch ohne Kontakt eingesetzt werden. 

Alles über Auflicht-Dermatoskopie

Indikationen der Dermatoskopie

Die Dermatoskopie hat ihre Hauptindikation in der Diagnostik und Differenzierung von Hauttumoren im Rahmen des Hautkrebsscreenings. Jedoch wird das Dermatoskop zunehmend auch bei anderen Hauterkrankungen eingesetzt. Durch seine Handlichkeit kann es immer und überall rasch angewandt werden und bietet vor allem dort Vorteile, wo das bloße Auge nicht genug erkennen kann.

So sind z. B. Splitterhämorrhagien von Viruswarzen gut differenzierbar gegenüber Fremdkörpern oder Hühneraugen. Nach Entfernung von Zecken kann besser erkannt werden, ob Reste des Beisswerkzeuges in der Läsion zurückgeblieben sind. Auch verbliebene Fadenreste nach Ziehen von Wundverschlüssen können besser ausgeschlossen werden.

Bei Dermatoskopen mit etwas stärkerer Vergrößerung sind nicht nur die Milbengänge der Krätzmilbe (Skabies) zu erkennen, sondern auch die Milbe selber. Kleinere Lauseier (Nissen) sind eindeutig zu unterscheiden von festhaftenden Schuppen. Beim kontaktlosen Dermatoskop NC2 ist außerdem keine nosokomiale Infektion gegeben.

In der Haardiagnostik (Trichologie) können Haarwurzeln beurteilt werden und beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) der haarlose Kopfhautbereich z. B. gegenüber einem vernarbenden Haarausfall bei anderen Erkrankungen abgegrenzt werden. Auch bei der Nageldiagnostik, beispielsweise bei Hämorrhagien, ist die Dermatoskopie sehr hilfreich.

Die Hautveränderungen bei klassischen Hauterkrankungen wie z. B. atopisches Ekzem, Schuppenflechte (Psoriasis), Rosacea oder Lichen ruber zeigen häufig klinische Aspekte, die durch das Dermatoskop besser erkannt werden können, unter anderem auch die typische weißliche Streifung (Wickham Streifung) auf einer Papel bei Lichen ruber.

Indikationen der Dermatoskopie